Maria Lausberg war wegen einer eingeschränkten Nierenfunktion bereits seit 2020 in der nephrologischen Sprechstunde des KfH-Nierenzentrums Würselen in Behandlung – als sich zwei Jahre später die Dialyse schließlich nicht mehr vermeiden ließ, half ihre positive Lebenseinstellung der damals 95-Jährigen, sich auf die dreimal wöchentliche Behandlung im KfH-Zentrum einzustellen: „Ich bin in meinem Leben immer gut mit Veränderungen zurechtgekommen und sehe auch diese Behandlung als Teil meines Lebens an. Die Dialyse ermöglicht mir weiterhin eine gute Lebensqualität“, berichtet Maria Lausberg. In den hundert Jahren ihres Lebens gab es immer wieder schwierige Zeiten, den Krieg, die Kriegsgefangenschaft ihres Verlobten, die Armut in dieser Zeit. Seit der Währungsreform 1948 war sie insgesamt 38 Jahre lang als Arztsekretärin im Krankenhaus Bardenberg tätig, kümmerte sich neben der Arbeit um ihren Sohn, den Haushalt und den eigenen Garten. „Man darf sich nicht hängen lassen. Wer aktiv bleibt und Freude am Leben hat, hat viel gewonnen“, so das Lebensmotto der Hundertjährigen. Bis heute versuche sie, so viel wie möglich selbst zu machen: Einmal in der Woche bekomme sie Unterstützung von einem Pflegedienst, ansonsten erledige sie ihren Alltag selbst, koche sogar noch für ihren Sohn mit. „Außerdem lese ich viel, interessiere mich für viele Dinge und bleibe neugierig – gute Laune hat mich mein ganzes Leben begleitet!“
„Es ist schön, gemeinsam mit Maria Lausberg diesen besonderen runden Geburtstag feiern zu können“, freut sich Dr. med. Philip Sebastian Messner, ärztlicher Leiter des KfH-Nierenzentrums Würselen. Die Jubilarin sei ein gutes Beispiel dafür, dass Alter nur eine Zahl und die lebensnotwendige Dialysebehandlung nicht nur lebensverlängernd wirke, sondern auch zu einer guten Lebensqualität beitragen könne, unabhängig davon, welches Alter im Pass stehe.

