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KfH-Nierenzentrum Dillingen hat nach 28 Jahren eine neue ärztliche Leiterin

| Neu-Isenburg / Dillingen

Zum 1. Juli 2026 hat Dr. med. Ulrike Bechtel die ärztliche Leitung des KfH-Nierenzentrums an ihre langjährige Kollegin Dr. med. Sonja Saufler übergeben. Die Versorgung der nierenkranken Menschen in Dillingen und Umgebung bleibt damit in vertrauten Händen.

„Wir werden als eingespieltes Team das bewährte Behandlungskonzept von Dr. Ulrike Bechtel in Dillingen weiterführen“ versichert die neue ärztliche Leiterin Dr. Sonja Saufler. Neben der Diagnostik, Prävention und Transplantationsnachsorge in einer der größten Nieren-Fachsprechstunden der Region ist die Heimdialyse im KfH-Nierenzentrum Dillingen eine Herzensangelegenheit. „Wenn die Nieren versagen und eine Dialyse nicht verhindert werden kann, geben wir alles, um den Betroffenen die größtmögliche persönliche Freiheit durch selbständige Dialyse zuhause zu ermöglichen – weil es die beste Nierenersatzbehandlung ist“, erläutert die Ärztin. Mit ihrer Vorgängerin Dr. Bechtel teilt sie das gemeinsame Ziel: Nicht die Krankheit solle das Leben nierenkranker Menschen dominieren, sondern ihr eigener Lebensentwurf, ihre Wünsche, Träume und Ziele. 

Unterstützt wird die Fachärztin für Nieren- und Hochdruckerkrankungen und Hypertensiologin DHL® dabei von der stellvertretenden ärztlichen Leitung Irina Wagner und Sebastian Zipfl, beides erfahrene Nephrologen. Zum ärztlichen Team gehören darüber hinaus der Internist Michael Fendt sowie die Nephrologin Zahraa Al-Khayat, Oberärztin der stationären nephrologischen Versorgung in der kooperierenden Kreisklinik Sankt Elisabeth.“

28 Jahre ärztliches Engagement im Landkreis Dillingen 

„Es ist ein gutes Gefühl, die Behandlung der nierenkranken Patientinnen und Patienten im Landkreis weiter in besten Händen zu wissen“, freut sich Dr. med. Ulrike Bechtel, die nun nach 28 Jahren als medizinische Führungskraft den Landkreis Dillingen verlässt und in den Ruhestand geht. Dr. Bechtel hat seit 1998 die Dialysestation mit Fachsprechstunde für Nierenkrankheiten kontinuierlich auf- und ausgebaut. Mit großer Dankbarkeit für das langjährige Vertrauen verabschiedete sie sich von ihren Patientinnen und Patienten, ärztlichen und pflegerischen Kolleginnen und Kollegen und allen unterstützenden Personen auf lokaler Ebene und im Landkreis. „Gemeinsam konnten wir eine umfassende Versorgungsstruktur für nierenkranke Menschen etablieren“, resümiert Bechtel. 

Mit dem Beginn ihrer Tätigkeit in Dillingen hatte Bechtel sowohl die Dialyseversorgung vor Ort als auch die Fachsprechstunde für nierenkranke Menschen kontinuierlich auf- und ausgebaut. 2013 erfolgte der Umzug in einen KfH-Neubau. Auch die stationäre Versorgung im Landkreis war durch ihr Wirken geprägt. Von 2008 bis 2020 war sie als erste Frau Chefärztin und Gesamtleitung der Abteilung für Innere Medizin in der Kreisklinik Dillingen. Unter ihrer Federführung wurde in enger Kooperation mit der Technischen Universität München und den niedergelassenen Haus- und Fachärztinnen/ärzten der Region das Ausbildungs-Konzept Allgemeinmedizin Dillingen – die medizinische AKADemie – entwickelt. Dieses als „Leuchtturm“ ausgezeichnete Dillinger Pilotprojekt wurde vom Bayerischen Staatsministerium für Gesundheit und Pflege langjährig finanziell gefördert und seine innovative Organisation und Medizindidaktik auf ganz Bayern ausgeweitet. 2013 wurde die Kreisklinik St. Elisabeth dafür von der Technischen Universität München TUM als akademisches Lehrkrankenhaus anerkannt. Viele in diesem Konzept weitergebildete junge Ärztinnen und Ärzte arbeiten seither in den Haus- und Facharztpraxen des Landkreises. 

Auch die Heimdialyse im Landkreis Dillingen wurde von Bechtel ausgebaut und stetig gefördert: Heute ist das KfH-Nierenzentrum Dillingen eines der größten Heimdialyse-zentren in Deutschland. Weiterhin arbeitet Bechtel in der nephrologischen Fachgesellschaft an Eckpunktepapieren zur Heimdialyse und wurde erneut im Juni in den Ärztlichen Beirat des KfH Kuratorium für Dialyse und Nierentransplantation e.V. gewählt.

Hintergrundinformationen

Das KfH Kuratorium für Dialyse und Nierentransplantation e.V. – Träger des KfH-Nierenzentrums Dillingen – wurde im Jahr 1969 gegründet. Ziel war, den medizinischen Versorgungsnotstand für dialysepflichtige Patientinnen und Patienten in Deutschland zu beheben. Vom Wegbereiter für eine flächendeckende Dialyseversorgung hat sich das KfH bis heute zum nephrologischen Gesamtversorger entwickelt, der eine umfassende und qualitativ hochwertige Versorgung nierenkranker Patientinnen und Patienten bietet. In rund 200 KfH-Zentren werden etwa 17.400 Dialysepatientinnen und -patienten sowie aktuell mehr als 80.000 Sprechstundenpatientinnen und -patienten umfassend behandelt.

Pressebilder

Staffelstabübergabe im KfH-Nierenzentrum Dillingen: „Über 20 Jahre gemeinsame fachärztliche Arbeit verbinden uns in tiefem gegenseitigem Respekt, medizinischer Erfahrung und kollegialer Freundschaft“, so Dr. med. Ulrike Bechtel über ihre langjährige Kollegin und Nachfolgerin Dr. med. Sonja Saufler. V.l.n.r.: Dr. med. Ulrike Bechtel, Dr. med. Sonja Saufler und Sebastian Weidner, KfH-Geschäftsleiter Mitte / Süd. Foto: KfH.