„Ein Großteil unserer Dialysepatientinnen und -patienten hat sich bereits für den Wechsel in eine andere Behandlungseinrichtung entschieden“, berichtet Philipp Albrecht, kaufmännischer Leiter der beiden KfH-Standorte in Nördlingen und Donauwörth. Viele von ihnen würden im KfH-Nierenzentrum Donauwörth weiterbehandelt und somit würde dort jetzt bereits auch mehr medizinisches Fachpersonal benötigt, um die Dialysebehandlung sicherstellen zu können. „Mit dem aktuell verbleibenden Personal ist eine sichere und verlässliche Dialyseversorgung in Nördlingen gerade auch in der beginnenden Urlaubszeit nicht mehr zu gewährleisten“, erläutert Albrecht. Aus diesem Grund wird der Dialysebereich bereits zum 3. August 2026 geschlossen, die nephrologische Sprechstunde bleibt hingegen bis Ende September bestehen. Albrecht versichert, dass für die knapp 20 Dialysepatientinnen und -patienten, die ab August noch in Nördlingen behandelt worden wären, die Weiterbehandlung lückenlos sichergestellt werde und die Patientinnen und Patienten bei dem Wechsel in eine neue Behandlungseinrichtung vom Nördlinger Team begleitet würden. „Unser oberstes Ziel ist, dass die Behandlung für unsere Patientinnen und Patienten ohne Unterbrechung und in der gewohnten medizinischen Qualität fortgeführt wird“, betont Albrecht.
KfH-Nierenzentrum Nördlingen schließt bereits Anfang August
Ursprünglich sollte das KfH-Nierenzentrum Nördlingen zum 30. September 2026 im Rahmen der Zusammenlegung der Dialysebehandlung im Landkreis Donau-Ries am Standort Donauwörth geschlossen werden. Jetzt muss der Termin aus personellen und organisatorischen Gründen vorgezogen werden: Das KfH-Nierenzentrum Nördlingen stellt bereits ab dem 3. August 2026 seinen Dialysebetrieb ein. Die nephrologische Sprechstunde bleibt hingegen bis Ende September vor Ort bestehen.
Hintergrundinformationen
Das KfH Kuratorium für Dialyse und Nierentransplantation e.V. – Träger der beiden KfH-Nierenzentren im Landkreis Donau-Ries – wurde im Jahr 1969 gegründet. Vom Wegbereiter für eine flächendeckende Dialyseversorgung hat sich das KfH bis heute zum nephrologischen Gesamtversorger entwickelt: In rund 200 KfH-Zentren werden etwa 17.400 Dialysepatientinnen und -patienten sowie aktuell mehr als 80.000 Sprechstundenpatientinnen und -patienten umfassend behandelt.
