Presse & Unternehmensmedien

zurück zu den Pressemitteilungen

Finissage der Ausstellung „Meine Geschichte“ in der KfH-Zentrale

| Neu-Isenburg

Gesundheitsministerin Diana Stolz würdigt Mut und Lebenswege junger Menschen mit Organtransplantation

Mit einer feierlichen Finissage ging gestern die Ausstellung „Meine Geschichte“ von KiO Youth, dem Junior-Team der Kinderhilfe Organtransplantation – Sportler für Organspende e.V. (KiO), in der KfH-Zentrale in Neu-Isenburg zu Ende. Zu den Gästen der Veranstaltung zählte auch die hessische Ministerin für Familie, Senioren, Sport, Gesundheit und Pflege, Diana Stolz.

Die Wanderausstellung zeigt die Porträts des Fotografen Micha Neugebauer und die persönlichen Geschichten von 20 jungen Menschen, die mit einem gespendeten Organ leben. Ihre Berichte zeigen eindrucksvoll, welche Herausforderungen eine schwere Erkrankung mit sich bringt, aber auch, welche Chancen und Perspektiven durch eine Organtransplantation entstehen können. „Die jungen Menschen dieser Ausstellung geben dem Thema Organspende ein Gesicht. Ihre Geschichten machen deutlich, was medizinischer Fortschritt, gesellschaftliche Solidarität und die Bereitschaft zur Organspende bewirken können: Sie schenken Lebenszeit, Perspektiven und Zukunft“, sagte Gesundheitsministerin Diana Stolz.

Die Ausstellung verdeutlicht zugleich die Bedeutung einer umfassenden medizinischen und psychosozialen Begleitung von jungen Patientinnen und Patienten mit schweren Organerkrankungen. „Hinter jeder Transplantation steht eine ganz persönliche Geschichte. Die Ausstellung macht sichtbar, wie aus schwerer Krankheit neue Lebensperspektiven entstehen können. Sie erinnert uns zugleich daran, wie wertvoll die Entscheidung zur Organspende für betroffene Familien ist“, erklärte Prof. Dr. iur. Christian Höftberger, Vorstandsvorsitzender des KfH.

Aus Sicht der Kindernephrologie verdeutlicht die Ausstellung, dass eine erfolgreiche Transplantation weit über den medizinischen Eingriff hinauswirkt und jungen Menschen neue Möglichkeiten für ihren weiteren Lebensweg eröffnet. „Eine erfolgreiche Organtransplantation bedeutet für viele Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene die Chance auf ein selbstbestimmteres Leben. Die Porträts zeigen, dass hinter jeder medizinischen Behandlung junge Menschen mit Träumen, Zielen und ganz individuellen Lebenswegen stehen“, sagte Prof. Dr. med. Michael Masanneck, Vorstand Zentren und Medizin des KfH.

KiO Youth setzt sich bundesweit dafür ein, die Perspektive junger Organtransplantierter sichtbar zu machen und das Bewusstsein für Organspende zu stärken. „In ihrer Ausstellung ‚Meine Geschichte‘ gewähren unsere jungen Engagierten Einblick in ihr Leben nach der Transplantation, die weit mehr als ein medizinischer Eingriff ist. Sie erzählen von Mut, Rückschlägen, Hoffnung und neuen Möglichkeiten. Wenn ihre Geschichten dazu beitragen, dass mehr Menschen über Organspende sprechen, haben wir viel erreicht“, sagte Dr. Gero Kalt, Vorstandsmitglied von KiO. KiO Youth wird vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales gefördert. Die Haupttätigkeit des gemeinnützigen Vereins KiO ist die finanzielle und psychosoziale Unterstützung von Familien mit einem organkranken Kind. 

Die nächste Station der Wanderausstellung ist die „Zentrale Veranstaltung zum Dank an die Organspender“ der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO), die am 19. September 2026 unter der Schirmherrschaft des Bundesministeriums für Gesundheit in der Händelhalle in Halle (Saale) stattfindet.

 

Hintergrundinformationen

Bereits 1998 unterstützte das KfH die Gründung des Vereins Sportler für Organspende e.V. Inzwischen ist daraus die Kinderhilfe Organtransplantation e.V. – Sportler für Organspende e.V. (KiO) geworden. Der gemeinnützige Verein hilft Familien mit organkranken und transplantierten Kindern und Jugendlichen, die sich in Notlagen befinden. Renommierte Sportlerinnen und Sportler wie Tischtennislegende Timo Boll und die Schwimmerin Franziska van Almsick engagieren sich ehrenamtlich. Seit 2025 ist das KfH Kooperationspartner des Vereins.

Das KfH Kuratorium für Dialyse und Nierentransplantation e.V. wurde im Jahr 1969 gegründet. Ziel war, den medizinischen Versorgungsnotstand für dialysepflichtige Menschen in Deutschland zu beheben. Vom Wegbereiter für eine flächendeckende Dialyseversorgung hat sich das KfH bis heute zum nephrologischen Gesamtversorger entwickelt, der eine qualitativ hochwertige Versorgung nierenkranker Patientinnen und Patienten bietet. In rund 200 KfH-Zentren werden etwa 17.400 Dialysepatientinnen und  -patienten sowie aktuell mehr als 80.000 Sprechstundenpatientinnen und -patienten umfassend behandelt. Zudem werden rund 90 Prozent der nierenkranken Kinder und Jugendlichen in einem der bundesweit 17 spezialisierten KfH-Nierenzentren für Kinder und Jugendliche in enger Zusammenarbeit mit den Universitäts- oder Kinderkliniken vor Ort versorgt.

Pressebilder

Foto
Gesundheitsministerin Diana Stolz besuchte die Finissage der Ausstellung „Meine Geschichte“ in der KfH-Zentrale in Neu-Isenburg. Gemeinsam mit Prof. Dr. iur. Christian Höftberger (re.), Vorstandsvorsitzender des KfH, Prof. Dr. med. Michael Masanneck (li.), Vorstand Zentren und Medizin des KfH, sowie Dr. Gero Kalt (2. v. re.), Vorstandsmitglied von KiO, würdigte sie die Lebenswege junger Menschen nach einer Organtransplantation und überreichte eine Spende des Landes Hessen in Höhe von 500 Euro. (Foto: Gabrijela Lizatovic)