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KfH Neuwied für Förderung der Heimdialyse ausgezeichnet

| Neu-Isenburg / Neuwied

Am Samstag, 25. April 2026, wurde das KfH-Nierenzentrum Neuwied mit dem ersten KfH-Heimdialysepreis für seine Teamleistung zur Etablierung und Förderung der Heimdialyse vor Ort ausgezeichnet. Die Ehrung fand im Rahmen des 15. Kölner Heimdialysekongresses des KfH am 24./25. April statt. Der Heimdialysekongress ist die einzige Fachveranstaltung ihrer Art in Europa für die Heimverfahren.

„Die Dialyse zu Hause ist ein medizinisch gleichwertiges Behandlungsverfahren zur Dialyse im Zentrum, aber sie bietet chronisch nierenkranken Menschen mehr zeitliche Flexibilität zur Gestaltung des Alltags, ermöglicht häufig die Beibehaltung der Berufstätigkeit und trägt damit zu mehr Lebensqualität bei“, berichtet Dr. med. Kristina Streeck. Gemeinsam mit ihrer Kollegin Dr. med. Karin Mathieu-Koch leitet die Nierenspezialistin das KfH-Nierenzentrum Neuwied. Mit ihrem Team vor Ort haben die beiden Ärztinnen in den vergangenen sechs Jahren die Dialyse zu Hause (Heimdialyse) als Behandlungsoption für nierenkranke Menschen aus Neuwied und Umgebung auf- und ausgebaut. Auf dem 15. Kölner Heimdialysekongress des KfH im Kölner Gürzenich wurde das KfH-Nierenzentrum Neuwied deshalb für sein besonderes Team-Engagement zur Förderung der Heimdialyse ausgezeichnet: Neben einem Glas-Award und einer Urkunde gab es auch eine Zuwendung für das KfH-Team in Höhe von 2.000 Euro.

Obwohl die Heimdialyse für viele Patientinnen und Patienten klare Vorteile hat, ist dieses Behandlungsverfahren in Deutschland im internationalen Vergleich bislang unterrepräsentiert: Bundesweit weniger als sieben Prozent der dialysepflichtigen Menschen behandeln sich selbst zu Hause. Im KfH-Nierenzentrum Neuwied liegt der Heimdialyseanteil aktuell hingegen bei knapp 13 Prozent. Geschafft hat das KfH-Team dies unter anderem durch eine besonders praxisnahe, persönliche Aufklärung der Patientinnen und Patienten. Für die Betreuung ihrer Heimdialyse-Patientinnen und -Patienten entwickelten sie gemeinsam im Team eigene Schulungs- und Arbeitsmaterialien, um ihnen mehr Sicherheit für ihre Dialyse zu Hause zu geben. Die gute Zusammenarbeit im Team aber auch die aktive Vernetzung mit dem kooperierenden Krankenhaus zur Vorbereitung der Peritonealdialyse (Bauchfelldialyse) sind weitere Gründe dafür, dass sich in Neuwied eine kontinuierlich wachsende Zahl von Patientinnen und Patienten dafür entschieden haben.

Hintergrundinformationen

Im KfH-Nierenzentrum Neuwied werden nierenkranke Menschen umfänglich in der nephrologischen Sprechstunde behandelt. Der Schwerpunkt liegt auf der Prävention von Nierenerkrankungen und der Transplantationsnachsorge. Für die Dialysebehandlung stehen die Hämodialyse oder die Peritonealdialyse zur Verfügung, die entweder als Heimdialyse oder im KfH-Zentrum durchgeführt wird. 

Das KfH Kuratorium für Dialyse und Nierentransplantation e.V. – Träger des KfH-Nierenzentrums – steht für eine qualitativ hochwertige und integrative nephrologische Versorgung nierenkranker Patientinnen und Patienten. In rund 200 KfH-Zentren werden mehr als 17.300 Dialysepatientinnen und -patienten sowie aktuell über 77.000 Sprechstundenpatientinnen und -patienten umfassend behandelt.

Pressebilder

Dr. med. Kristina Streeck (Mitte) erhielt stellvertretend für das KfH-Team aus Neu-wied am 25. April 2026 den KfH-Heimdialysepreis.V.l.n.r.: KfH-Vorstandsvorsitzender Dr. iur. Christian Höftberger, Dr. Beatrice Pal-ausch (KfH-Geschäftsleiterin der Region Mitte / West), Dr. med. Dominik Bös (KfH-Geschäftsleiter zur Förderung und Weiterentwicklung Heimdialyse), Dr. med. Kristi-na Streeck (ärztliche Leiterin im KfH Neuwied), Dr. med. Stefan Fondel (ab Mai Ne-phrologe im KfH Neuwied) sowie die beiden KfH-Vorstandsmitglieder Thorsten Ah-rend und Prof. Dr. med. Michael Masanneck (Foto: N. Krütt-Hüning).