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Telefonaktion zum Weltnierentag: Leipziger KfH-Experte Prof. Dr. med. Joachim Beige beantwortet Fragen zum Nierenschutz

| Neu-Isenburg / Leipzig

Nierenschädigungen bleiben oftmals unbemerkt – dabei ist eine frühe Diagnose entscheidend, um chronische Nierenerkrankungen zu verhindern. Anlässlich des Weltnierentages am 12. März unter dem Motto "Nierengesundheit für alle" bietet das KfH-Nierenzentrum am Klinikum St. Georg eine Telefonaktion an: Am Samstag, 14. März 2026, von 10.00 bis 11.30 Uhr beantwortet der Nierenexperte Prof. Dr. med. Joachm Beige unter der Telefonnummer 0341 23179986 Fragen rund um Nierengesundheit und Nierenschutz.

Nierenerkrankungen entwickeln sich zu einer Volkskrankheit: Etwa jeder zehnte Mensch in Deutschland weist eine Einschränkung der Nierenfunktion auf, die unbehandelt zu einer chronischen Nierenerkrankung führen kann. „Oftmals werden die Warnhinweise des Körpers nicht in Verbindung mit einer Erkrankung der Nieren gebracht – aber je eher eine Nierenerkrankung erkannt und behandelt wird, desto größer ist die Chance, das Fortschreiten zu verhindern“, erläutert Beige. Besonders gefährdet seien Menschen mit Diabetes, Bluthochdruck, starkem Übergewicht oder einem Alter über 60 Jahre. Sie sollten ihre Nierenfunktion einmal jährlich überprüfen lassen, rät Beige. Ein einfacher Blut- und Urintest in der hausärztlichen Praxis könne bereits Hinweise auf eine nachlassende Nierenleistung geben. Das KfH-Nierenzentrum arbeitet deshalb eng mit den Hausärztinnen und Hausärzten zusammen und unterstützt bei der Abklärung auffälliger Befunde. So soll sichergestellt werden, dass bei ersten Anzeichen einer Nierenschädigung keine wertvolle Zeit verloren geht. 

Die Nieren sind Hochleistungsorgane: Die gesamte Blutmenge eines Menschen, das sind fünf bis sechs Liter, fließt etwa 300-mal Mal täglich durch die Nieren, wird dort gefiltert und von Giftstoffen befreit. Allerdings sind die feinen Gefäße, die diese Arbeit leisten, empfindlich – und erste Schädigungen verursachen meist keine Schmerzen. Deshalb spielt gerade bei möglichen Schädigungen der Nieren die Früherkennung eine zentrale Rolle. „Nierenschutz bedeutet daher vor allem, Risiken zu minimieren, Warnsignale ernst zu nehmen und regelmäßige Kontrollen wahrzunehmen“, betont Beige, der zusammen mit seinem Kollegen Prof. Dr. med. Tom Lindner aus dem KfH-Nierenzentrum in der Leipziger Liebigstraße auch den Vorsitz für den Kongress für Nephrologie im Oktober 2026 übernommen hat. „Bei der Ausrichtung des diesjährigen DGfN-Kongresses unter Mitwirkung des KfH engagieren wir uns besonders auch für eine auf Prävention ausgerichtete Nierenmedizin“, so Beige.

Hintergrundinformationen

In der nephrologischen Sprechstunde des KfH-Nierenzentrums am Leipziger Klinikum St. Georg wird die Diagnostik und Behandlung des gesamten Spektrums an Nierenerkrankungen sichergestellt. Schwerpunkte sind die Prävention und Früherkennung von Schädigungen der Nieren sowie möglicher Folgeerkrankungen. Hier erfolgt auch die Nachbetreuung nierentransplantierter Patientinnen und Patienten. Zudem werden alle Dialyseverfahren (Hämodialyse und Peritonealdialyse) eingesetzt; die Behandlung ist als „Dialyse zu Hause“ oder im KfH-Zentrum möglich. Das KfH Kuratorium für Dialyse und Nierentransplantation e.V. ist Träger des KfH-Nierenzentrums. Bei dem nephrologischen Gesamtversorger werden bundesweit in rund 200 KfH-Zentren aktuell mehr als 77.000 Sprechstundenpatientinnen und -patienten und etwa 17.300 Dialysepatientinnen und -patienten umfassend behandelt.

Pressebilder

Wie man seine Nieren im Alltag schützt, warum Bluthochdruck und Diabetes die Nieren belasten und welche Maßnahmen zur Vorbeugung greifen, sind nur einige Fragen, auf die Prof. Dr. med. Joachim Beige am KfH-Expertentelefon am Samstag, 14. März 2026 von 10.00 bis 11.30 Uhr die Antworten weiß.