Entscheidende Gründe für die Schließung sind die geringe Auslastung sowie hohe ärztliche Vertretungskosten durch den Fachkräftemangel. „Beides hat dazu geführt, dass wir das KfH-Nierenzentrum Nördlingen in den vergangenen Jahren nicht kostendeckend betreiben konnten und auch keine zukünftige Verbesserung der Situation zu erwarten ist“, erläutert Sebastian Weidner, KfH-Geschäftsleiter Mitte / Süd. Die Bündelung der nephrologischen Versorgung am Standort Donauwörth führe dort zu einer deutlich besseren Auslastung und auch die fachärztlich-nephrologische Versorgung könne durch die Konzentration der ärztlichen Präsenz in einem KfH-Nierenzentrum künftig besser gewährleistet werden. „Dies trägt zu einer langfristigen Sicherung des KfH-Standorts Donauwörth bei, so dass auch zukünftig das KfH weiterhin eine medizinisch hochwertige und wohnortnahe Versorgung der Patientinnen und Patienten im Landkreis Donau-Ries anbieten kann“, betont Weidner.
Die Versorgung der rund 60 Dialysepatientinnen und -patienten aus Nördlingen sei ab Oktober weiterhin gewährleistet, denn sie könnten im KfH-Nierenzentrum in Donauwörth oder bei anderen nephrologischen Leistungsanbietern in der Region weiterbehandelt werden, ergänzt Weidner. Das KfH‐Team aus Nördlingen berate und begleite die Patientinnen und Patienten selbstverständlich beim Wechsel in die gewünschte Behandlungseinrichtung.
Weidner bedauert, dass von der Schließung 22 Mitarbeitende im ärztlichen und nichtärztlichen Bereich betroffen sind und er nur einem Teil von ihnen eine Weiterbeschäftigung anbieten könne. Für einige Mitarbeitende müsse nach sozialverträglichen Lösungen gesucht werden.
