12.05.2016 | Neu-Isenburg

Bluthochdruck ist eine stille Gefahr

Hoher Blutdruck kann die Nieren schädigen - Nierenkrankheiten können Bluthochdruck verursachen. Anlässlich des Welthypertonietages am 17. Mai weist das KfH Kuratorium für Dialyse und Nierentransplantation e. V., Neu-Isenburg, auf die Wechselwirkung von Nierenerkrankungen und Bluthochdruck hin.

Der Druck, mit dem das Blut vom Herzen durch die Arterien gepumpt wird, wird als Blutdruck bezeichnet. Er stellt die Sauerstoff- und Nährstoffversorgung des Körpers sowie aller lebenswichtigen Organe sicher. Komplizierte Regelmechanismen steuern die Anpassung des Blutdrucks an die Anforderungen des Körpers: Bei Anstrengung steigt die Leistung des Herzens und damit der Druck, in der Entspannung normalisiert sich der Blutdruck wieder. Als optimal gelten bei Erwachsenen Werte von etwa 120/80 mmHg. Bestimmte Erkrankungen, Erbanlagen und auch z. B. Bewegungsmangel, Übergewicht, hoher Salz-, Alkohol- und Nikotinkonsum sowie Stress können hingegen zur dauerhaften Erhöhung des Blutdruckes auch im Ruhestand führen: Dann spricht man von Bluthochdruck, medizinisch: arterielle Hypertonie.

„Bluthochdruck ist eine stille Gefahr: Die Betroffenen wissen in den meisten Fällen gar nichts von ihrer Erkrankung, da hohe Blutdruckwerte anfangs meist keine Beschwerden verursachen“, erläutert der Nieren- und Hochdruckspezialist Prof. Dr. med. Dieter Bach, Vorstandsvorsitzender des KfH. Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts haben 20 bis 30 Millionen Menschen in Deutschland Bluthochdruck. Der Blutdruck steigt häufig mit zunehmenden Alter an: Bei 65- bis 79-Jährigen sind sogar über 70 Prozent von Bluthochdruck betroffen.

Dauerhaft hohe Blutdruckwerte können zu Arterienverkalkungen führen sowie wichtige Organe wie Herz, Gehirn und Augen schädigen. „Betroffen sind oftmals auch die Nieren, da der Hochdruck die feinen Blutgefäße, die den Harn aus dem Blut filtern, schädigt“, erklärt der Mediziner. In der Nephrologie (Nierenheilkunde) spiele der Bluthochdruck eine besondere Rolle: Zum einen steigert dauerhaft hoher Blutdruck das Risiko sowohl für die Ausbildung als auch für das Voranschreiten einer chronischen Nierenerkrankung. Zum anderen können durch eine Nierenerkrankung die Regulationsmechanismen für den Blutdruck gestört werden, so dass dies zu Bluthochdruck führt. „Bluthochdruck kann somit sowohl Auslöser als auch Folge einer Nierenerkrankung sein. Umso wichtiger ist es, seine Blutdruckwerte zu kennen, um bei einem vorhandenen Bluthochdruck rechtzeitig entgegenwirken zu können“, betont Bach und weist darauf hin, dass die meisten Risikofaktoren für einen Bluthochdruck sich beeinflussen oder vermeiden lassen:  Durch eine gesunde Lebensweise könne nämlich oftmals der Bluthochdruck ohne Medikamente gesenkt werden. Sollte dies nicht gelingen, helfe den Patienten eine gezielte medikamentöse Therapie.

„Bluthochdruck. Werte senken - Nieren schützen“ heißt die KfH-Broschüre, die weitere Informationen und praktische Tipps enthält. Wissenswertes zu einer bewussten, salzarmen Ernährung ist in der KfH-Broschüre „Salz“ zusammengefasst. Beide Broschüren können auf www.kfh.de heruntergeladen oder über info@kfh-dialyse.de bestellt werden.

Hintergrundinformation:

Das gemeinnützige KfH Kuratorium für Dialyse und Nierentransplantation e.V. steht seit über 45 Jahren für eine qualitativ hochwertige und integrative nephrologische Versorgung von nierenkranken Patienten. Es wurde im Jahr 1969 gegründet und ist damit zugleich der älteste und größte Dialyseanbieter in Deutschland. In über 200 KfH-Zentren werden rund 18.700 Dialysepatienten sowie aktuell über 60.000 Sprechstundenpatienten umfassend behandelt.

Bildunterschrift:

Anlässlich des Welthypertonietages am 17. Mai weist der Nieren- und Hochdruckspezialist Prof. Dr. med. Dieter Bach, Vorstandsvorsitzender des KfH Kuratorium für Dialyse und Nierentransplantation e. V., Neu-Isenburg, auf die Wechselwirkung von Nierenerkrankungen und Bluthochdruck hin.

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