28.05.2013 | Finsterwalde

„Meine Lebensqualität hat sich verbessert!“

KfH-Patient Michael Bortz wartete fünf Jahre – dann erhielt er eine neue Niere.

Tag der Organspende appelliert an die Organspendebereitschaft in der Bevölkerung.

Am 1. Juni ist der Tag der Organspende, der auch in diesem Jahr wieder unter dem Motto: "Richtig. Wichtig. Lebenswichtig." steht. Rund 12.000 Menschen stehen auf der Warteliste für ein neues Organ, nur etwa einem Drittel kann mit einer Transplantation geholfen werden. Allein etwa 8.000 Menschen warten auf eine Niere – durchschnittlich zwischen sechs und acht Jahren. Diese Menschen können nur dank der Dialysebehandlung überleben. Grund für den Organmangel sind die geringen Organspendezahlen, die im letzten Jahr noch weiter zurückgegangen sind: Im Jahr 2012 konnten nur 2.586 Nierentransplantationen (nach postmortaler Organspende und Lebendspende) durchgeführt werden; 2011 waren es noch 2.850 Nierentransplantationen. Deshalb wirbt der Tag der Organspende für die aktive Auseinandersetzung mit dem Thema: damit mehr Menschen "Ja" zur Organspende sagen.

Michael Bortz erhielt die Niere eines anderen Menschen und ist dafür sehr dankbar: Im Alter von 27 Jahren versagten seine Nieren, verursacht durch sogenannte Schrumpfnieren, eine chronische Nierenerkrankung, die zum Funktionsverlust der Nieren führt. Bevor er im Juli 1997 durch eine Lebendspende seiner Schwester eine neue Niere erhielt, war er fünf Jahre Dialysepatient im KfH-Nierenzentrum Finsterwalde. Heute geht der 55-Jährige nur noch alle sechs bis acht Wochen zur Nachsorge zu seinem behandelnden Arzt, Dipl.-Med. Holger Urzowski. „Meine Lebensqualität hat sich deutlich verbessert, weil ich nicht mehr dreimal in der Woche für mehrere Stunden zur Dialyse muss. Das wirkt sich gut auf mein Familienleben aus und auch Urlaubsreisen sind wieder besser möglich“, sagt Michael Bortz. Und Holger Urzowski ergänzt: „Dank der Organspendebereitschaft eines anderen Menschen konnte Herrn Bortz mit einer neuen Niere geholfen werden.“ Sein Einverständnis zu einer Organspende könne man am besten in einem Organspendeausweis dokumentieren, erklärt der Mediziner. Organspende­ausweise seien im KfH-Nierenzentrum Finsterwalde ebenso erhältlich wie in vielen anderen Gesundheitseinrichtungen und Apotheken.

Hintergrundinformationen:

Im KfH-Nierenzentrum Finsterwalde werden chronisch nierenkranke Patienten mit der Dialyse (Hämodialyse und Peritonealdialyse) behandelt. Auch Patienten, die selbständig zuhause dialysieren, werden vom Team des KfH-Nierenzentrums sowohl beim Heimdialysetraining als auch in den ärztlichen Sprechstunden betreut. Darüber hinaus werden in der nephrologischen Sprechstunde die Diagnostik und Therapie chronischer Nierenerkrankungen, das frühzeitige Erkennen von Risikofaktoren sowie die Versorgung der Patienten vor und nach einer Nierentransplantation sichergestellt. Die ärztliche Leitung des KfH-Nierenzentrums liegt in Händen von Dr. med. Gertrud Moser und Dipl.-Med. Holger Urzowski.

Das gemeinnützige KfH Kuratorium für Dialyse und Nierentransplantation e.V. ist Träger des KfH-Nierenzentrums Finsterwalde und war 1969 Wegbereiter und Schrittmacher für eine flächendeckende Dialyseversorgung in Deutschland. Seitdem setzt sich das KfH für eine nachhaltige Verbesserung der medizinischen Versorgung von chronisch nierenkranken Patienten ein. Bundesweit gibt es mehr als 200 KfH-Behandlungseinrichtungen, 5 davon in Brandenburg.

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