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28.05.2013 | Essen

„Meine Lebensqualität ist gestiegen.“

KfH-Patientin Sabine Peters wartete drei Jahre – dann erhielt sie eine neue Niere.

Tag der Organspende appelliert an die Organspendebereitschaft in der Bevölkerung.

Am 1. Juni ist der Tag der Organspende, der auch in diesem Jahr wieder unter dem Motto: "Richtig. Wichtig. Lebenswichtig." steht. Rund 12.000 Menschen stehen auf der Warteliste für ein neues Organ, nur etwa einem Drittel kann mit einer Transplantation geholfen werden. Allein etwa 8.000 Menschen warten auf eine Niere – durchschnittlich zwischen sechs und acht Jahren. Diese Menschen können nur dank der Dialysebehandlung überleben. Grund für den Organmangel sind die geringen Organspendezahlen, die im letzten Jahr noch weiter zurückgegangen sind: Im Jahr 2012 konnten nur 2.586 Nierentransplantationen (nach postmortaler Organspende und Lebendspende) durchgeführt werden; 2011 waren es noch 2.850 Nierentransplantationen. Deshalb wirbt der Tag der Organspende für die aktive Auseinandersetzung mit dem Thema: damit mehr Menschen "Ja" zur Organspende sagen.

Sabine Peters erhielt die Niere eines anderen Menschen und ist dafür sehr dankbar: Im Alter von 29 Jahren versagten ihre Nieren, verursacht durch eine Autoimmunerkrankung, die zu einer chronischen Nierenentzündung führte. Bevor sie im Januar 2006 eine postmortal gespendete Niere erhielt, war sie drei Jahre lang Dialysepatientin im KfH-Nierenzentrum Essen, Eleonorastraße. Heute geht sie nur noch alle sechs Wochen zur Nachsorge zu ihrem behandelnden Arzt, Dr. med. Ulrich Zimmermann. „Ich bin jetzt wieder viel vitaler. Meine Lebensqualität ist gestiegen“, sagt Sabine Peters. Und Dr. Zimmermann ergänzt: „Dank der Organspendebereitschaft eines anderen Menschen konnte Frau Peters mit einer neuen Niere geholfen werden.“ Sein Einverständnis zu einer Organspende könne man am besten in einem Organspendeausweis dokumentieren, erklärt der Mediziner. Organspendeausweise seien im KfH-Nierenzentrum Essen, Eleonorastraße ebenso erhältlich wie in vielen anderen Gesundheitseinrichtungen und Apotheken.

Hintergrundinformationen:

Im KfH-Nierenzentrum Essen, Eleonorastraße werden chronisch nierenkranke Patienten mit der Dialyse behandelt. Es werden alle gängigen Dialyseverfahren der Hämodialyse (Blutwäsche) und der Peritonealdialyse (Bauchfelldialyse) angeboten und sowohl Dialysepatienten bei der Behandlung im KfH-Nierenzentrum betreut als auch Heimdialysepatienten beim Heimdialysetraining sowie im Rahmen ärztlicher Sprechstunden. Neben den normalen Dialyseschichten bietet das KfH-Nierenzentrum seinen Patienten auch die Möglichkeit der Nachtdialyse. Das KfH-Nierenzentrum arbeitet nach einem zertifizierten Qualitätsmanagementsystem gemäß DIN EN ISO 9001:2008 mit Zusatzzertifikat "Good dialysis Practice" für Qualität und Sicherheit in der Dialyse.

In der nephrologischen Sprechstunde werden darüber hinaus in Kooperation mit der internistisch-nephrologischen Facharztpraxis von Dr. med. Ulrich Zimmermann die Diagnostik und Therapie chronischer Nierenerkrankungen, das frühzeitige Erkennen von Risikofaktoren sowie die Versorgung der Patienten vor und nach einer Nierentransplantation sichergestellt.

Das gemeinnützige KfH Kuratorium für Dialyse und Nierentransplantation e.V. ist Träger des KfH-Nierenzentrums Essen, Eleonorastraße und war 1969 Wegbereiter und Schrittmacher für eine flächendeckende Dialyseversorgung in Deutschland. Seitdem setzt sich das KfH für eine nachhaltige Verbesserung der medizinischen Versorgung von chronisch nierenkranken Patienten ein. Bundesweit gibt es mehr als 200 KfH-Behandlungseinrichtungen, 43 davon in Nordrhein-Westfalen.

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