03.04.2014 | Neu-Isenburg/Bamberg

„Trotz Dialyse stehe ich mitten im Leben.“

Bamberger KfH-Patient Herbert Schneider wird seit 40 Jahren mit der Hämodialyse behandelt.

Der 5. April 2014 ist für KfH-Patient Herbert Schneider ein ganz besonderer Tag: Genau 40 Jahre zuvor erhielt der heute 65-jährige seine erste Hämodialysebehandlung: Im Alter von 25 Jahren erfuhr er, dass seine Nieren nicht mehr richtig funktionieren. Eine chronische Nierenkörperentzündung hatte das chronische Nierenversagen ausgelöst. Der gelernte Metzger musste daraufhin seinen Beruf aufgeben und sich fortan dreimal in der Woche für mehrere Stunden der Dialysebehandlung unterziehen. Zwei Transplantationsversuche scheiterten, so dass er jeweils nach kurzer Zeit erneut auf die Dialyse angewiesen war. Diese kann er aber seit 36 Jahren mit Unterstützung seiner Frau in den eigenen vier Wänden als Heimdialyse durchführen. Engmaschig betreut wird er dabei durch die Ärzte des KfH-Nierenzentrums Bamberg. „Die Heimdialyse ermöglicht mir eine größere Flexibilität in der Behandlung. Für mich bedeutet das einen erheblichen Zuwachs an Lebensqualität. Trotz Dialyse stehe ich mitten im Leben“, fasst Herbert Schneider zusammen.

„40 Jahre an der Dialyse sind eine besondere Leistung. Nicht viele Patienten mit chronischem Nierenversagen werden seit so langer Zeit mit der Dialyse behandelt“, berichtet PD Dr. Clemens Grupp. Aus diesem Grund überreichten die beiden leitenden Ärzte des KfH-Nierenzentrums Bamberg PD Dr. Clemens Grupp und Dr. Michael Reißenweber gemeinsam mit Verwaltungsleiter Werner Griebel ihrem Patienten anlässlich seines Jahrestages einen farbenfrohen Blumenstrauß.

Im Jahr 1974, als Herbert Schneider das erste Mal zur sogenannten Blutwäsche musste, sei es noch schwierig gewesen, einen wohnortnahen Dialyseplatz zu finden, erklärt Dr. Reißenweber. Seine erste Dialyse erhielt Herbert Schneider noch in Coburg, 1994 wechselte er umzugsbedingt in das nun nähergelegene KfH-Nierenzentrum in Bamberg. „Heute gibt es in ganz Deutschland Nierenzentren, in denen die regelmäßige Behandlung durchgeführt werden kann. Außerdem ermöglichen inzwischen differenziertere und individuell auf die Patienten angepasste Behandlungsmethoden eine wirksamere Therapie“, hebt der Mediziner hervor.

 

Hintergrundinformation:

Im KfH-Nierenzentrum Bamberg (www.kfh.de/bamberg) werden zum einen in der nephrologischen Sprechstunde die Diagnostik und Therapie chronischer Nierenerkrankungen, das frühzeitige Erkennen von Risikofaktoren sowie die Versorgung der Patienten vor und nach einer Nierentransplantation sichergestellt. Zum anderen werden nierenkranke Patienten mit der Dialyse (Hämodialyse oder Peritonealdialyse) behandelt. Auch Patienten, die selbständig zuhause dialysieren, werden vom Team des KfH-Nierenzentrums sowohl beim Heimdialysetraining als auch im Rahmen ärztlicher Sprechstunden betreut.

Das gemeinnützige KfH – Träger des KfH-Nierenzentrums Bamberg – steht für eine qualitativ hochwertige und integrative nephrologische Versorgung nierenkranker Patienten. Es wurde im Jahr 1969 gegründet und ist damit zugleich der älteste und größte Dialyseanbieter in Deutschland. In über 200 KfH-Zentren werden rund 18.500 Dialysepatienten sowie fast 50.000 Sprechstundenpatienten umfassend behandelt.

Bild: Das Team des KfH-Nierenzentrums Bamberg gratuliert Herbert Schneider zu seinem 40-jährigen Dialysejubiläum. V.l.n.r. Dr. med. Thomas Döltz, Werner Griebel, Hilde Stiegler, Herbert Schneider, Ingeborg Schneider, Dr. med. Michael Reißenweber, PD Dr. med. Clemens Grupp

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