01.04.2014 | Neu-Isenburg

KfH erhält E-Learning-Award für Weiterbildungsprogramm „Hygienebeauftragter Arzt“

Für das Konzept, computergestütztes Lernen auch im Bereich der ärztlichen Weiterbildung einzuführen, wurde das Weiterbildungsprogramm „Hygienebeauftragte(r) Arzt/Ärztin“ des KfH-Bildungszentrums mit dem E-Learning-Award in der Kategorie „Computer Based Training“ ausgezeichnet. Die Sieger wurden durch eine Jury des Fachmagazins E-Learning ausgewählt. Übergeben wurde der Preis im Rahmen der Bildungsmesse didacta in Stuttgart, der größten Fachmesse ihrer Art in Europa, am 28. März.

Das Schulungsprogramm ist als sogenannte Blended-Learning-Maßnahme angelegt und kombiniert eine verkürzte Phase des Präsenzunterrichts mit einem neuentwickelten E-Learning-Modul. In vier Schulungsrunden haben bisher 149 KfH-Nephrologen und 96 externe Mediziner die dreimonatige Weiterbildung mit Hilfe des E-Learning-Moduls abgeschlossen.

„Das Feedback unserer Absolventen ist durchweg positiv“, berichtet Matthias Schiebl, Leiter des KfH-Bildungszentrums. „Neben der hohen inhaltlichen Qualität des Angebots schätzen die Teilnehmer vor allem die Flexibilität, die das System ermöglicht“ ergänzt Dr. Sandra Bruns, Leiterin des Fachbereichs Medizin beim KfH. So könnten Ärzte die Lerninhalte an ihrem Arbeitsplatz und in den Randzeiten des Arbeitstages absolvieren, um in erster Linie Zeit für ihre Patienten zu haben. Durch die auf zwei Tage verkürzte Präsenzzeit spare die Maßnahme darüber hinaus Übernachtungskosten und reduziere Abwesenheitszeiten.

Die verschiedenen Unterrichtseinheiten ermöglichen ein selbstbestimmtes Lernen und bilden das Thema in umfassender Breite ab: Von den normativen Grundlagen bis zur Händehygiene, den Hygienemaßnahmen bei Punktionen und Anschlüssen bis zum Umgang mit Arzneimitteln. Am Ende jedes Kapitels steht ein Wissenstest, der auch als Dokumentation des Lernfortschritts dient. Alle Inhalte entsprechen dabei den Qualitätskriterien E-Learning der Bundesärztekammer.

Ausgangspunkt für die Entwicklung des neuen Programms war das Inkrafttreten der neuen Länder-Hygieneverordnungen, die in den meisten Bundesländern eine entsprechende Weiterbildung von Fachärzten vorsehen. Das KfH hat daraufhin in Zusammenarbeit mit spezialisierten Medizinern und Experten aus dem Haus die Inhalte des Programms zusammengestellt und gemeinsam mit dem Projektpartner Provadis GmbH ein maßgeschneidertes E-Learning-Modul entwickelt.

Bestärkt durch den Erfolg des Pilot-Programms, prüfen die  Projektverantwortlichen im KfH derzeit, in welchen weiteren Bereichen computergestützte Seminarangebote möglich und sinnvoll sind. Unter anderem könnten E-Learning-Programme in Zukunft so auch zur Schulung von Laborgeräte-Anwendern eingesetzt werden.

 

Hintergrundinformation

Das gemeinnützige KfH steht für eine qualitativ hochwertige und integrative nephrologische Versorgung nierenkranker Patienten. Es wurde im Jahr 1969 gegründet und ist damit zugleich der älteste und größte Dialyseanbieter in Deutschland. In über 200 KfH-Zentren werden rund 18.500 Dialysepatienten sowie fast 50.000 Sprechstundenpatienten umfassend behandelt.

 

Bildunterschrift: Auf der Bildungsmesse didacta nahmen Susanne Hoffart und Heike Hohenadel für das KfH den Preis in Empfang. V.l.n.r. Lars Walter (Provadis), Frank Siepmann (eLearning Journal), Susanne Hoffart und Heike Hohenadel (KfH Kuratorium für Dialyse und Nierentransplantation e. V.).

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