11.03.2014 | Neu-Isenburg

Auch Nieren unterliegen natürlichen Alterungsprozessen

„Alter und Niere“ ist das Motto des Weltnierentags 2014

Beim diesjährigen Weltnierentag am 13. März 2014 liegt der Fokus auf Nierenerkrankungen bei älteren Menschen. Das hat seinen guten Grund: Das Älterwerden bringt nicht nur äußerliche Anzeichen wie Lachfalten oder graue Haare mit sich, sondern auch die funktionelle Kapazität der Nieren lässt bei vielen Menschen in der zweiten Lebenshälfte nach.  

Warum das so ist, erklärt KfH-Vorstandsvorsitzender Professor Dr. med. Dieter Bach, Facharzt für Nephrologie und Diabetologie: „Eine Abnahme der Nierenfunktion im Alter ist nichts Ungewöhnliches, sondern absolut normal. Die Nieren verlieren im Laufe des Lebens an Kraft und damit an Leistungsfähigkeit. Man muss sich einmal vorstellen, dass die gesamte Blutmenge eines Menschen, das sind fünf bis sechs Liter, etwa 300-mal täglich durch die Nieren fließt, dort gefiltert und von Giftstoffen befreit wird. Die Nieren sind Hochleistungsorgane und natürlich unterliegen auch sie den natürlichen Alterungsprozessen.“ Vorsorge sei deshalb mit zunehmendem Alter besonders wichtig, betont der Mediziner: „Denn, frühzeitig erkannt, kann das Fortschreiten einer Nierenerkrankung aufgehalten oder zumindest verlangsamt werden.“

Umso wichtiger ist es, die ersten Anzeichen für eine Erkrankung der Nieren rechtzeitig zu erkennen. Schon ein Blut- und Urintest, der beim Hausarzt durchgeführt werden kann, hilft dabei, eine abnehmende Nierenfunktion festzustellen. Gerade bei älteren Menschen sollten routinemäßig alle zwei Jahre die Nierenwerte geprüft werden. Zudem gilt: Wer sich regelmäßig bewegt, sich gesund ernährt und damit Übergewicht vermeidet sowie nicht raucht, tut seinen Nieren auf jeden Fall Gutes. Darüber hinaus sollte auf einen normalen Blutdruck geachtet werden bzw. zu hoher Blutdruck nicht hingenommen, sondern behandelt werden. Eine regelmäßige Kontrolle der Blutzuckerwerte hilft, eine eventuelle Zuckerkrankheit rechtzeitig zu erkennen und zu behandeln.  

Gerade bei älteren Menschen mit Diabetes mellitus oder Bluthochdruck sind Kontrolluntersuchungen der Nieren von großer Bedeutung. Bei bereits deutlich eingeschränkter Nierenfunktion sollten die Patienten regelmäßig auch von einem Nephrologen (Nierenfacharzt) behandelt werden. Erbringen die Nieren nur noch weniger als zehn Prozent ihrer Leistung, spricht man von einem Nierenversagen. Die Betroffenen benötigen dann eine Nierenersatztherapie, also entweder eine Transplantation oder eine Dialysebehandlung.

Weitere Informationen rund um die Niere finden sich im Internet unter www.nierenwissen.de sowie www.kfh.de. Zudem informiert das Faltblatt „nierenstark ins Alter“ der Deutschen Gesellschaft für Nephrologie, der Deutschen Nierenstiftung und des KfH, das seit Ende Februar in Apotheken in vielen Bundesländern ausliegt, über die Wichtigkeit der Nierengesundheit bei älteren Menschen. Faltblatt „nierenstark ins Alter“

Hintergrundinformation:

Das gemeinnützige KfH wurde im Jahr 1969 gegründet und steht heute als Wegbereiter einer flächendeckenden Dialyseversorgung für eine umfassende und qualitativ hochwertige Versorgung nierenkranker Patienten. In über 200 KfH-Nierenzentren und 19 Medizinischen Versorgungszentren werden mehr als 18.500 Dialysepatienten sowie über 50.000 Sprechstundenpatienten betreut. Das Durchschnittsalter der Dialysepatienten im KfH liegt bei 65 Jahren.

 

Bildunterschrift: Professor Dr. med. Dieter Bach ist seit Oktober 2013 Vorstandsvorsitzender des KfH und ausgewiesener Experte für Nephrologie, Diabetologie und Hypertensiologie.

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