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28.05.2013 | Offenbach

„Es ist wie ein neues Leben!“

KfH-Patientin Gabi N. wartete eineinhalb Jahre – dann erhielt sie eine neue Niere.

Tag der Organspende appelliert an die Organspendebereitschaft in der Bevölkerung.

Am 1. Juni ist der Tag der Organspende, der auch in diesem Jahr wieder unter dem Motto: "Richtig. Wichtig. Lebenswichtig." steht. Rund 12.000 Menschen stehen auf der Warteliste für ein neues Organ, nur etwa einem Drittel kann mit einer Transplantation geholfen werden. Allein etwa 8.000 Menschen warten auf eine Niere – durchschnittlich 7 Jahre. Diese Menschen können nur dank der Dialysebehandlung überleben. Grund für den Organmangel sind die geringen Organspendezahlen, die im letzten Jahr noch weiter zurückgegangen sind: Im Jahr 2012 konnten nur 2.586 Nierentransplantationen (postmortale Organspende und Lebendspende) durchgeführt werden; 2011 waren es noch 2.850 Nierentransplantationen. Deshalb wirbt der Tag der Organspende für die aktive Auseinandersetzung mit dem Thema: damit mehr Menschen "Ja" zur Organspende sagen.

Gabi N. erhielt die Niere eines anderen Menschen und ist dafür sehr dankbar: Im Alter von 42 Jahren versagten ihre Nieren, verursacht durch eine Erbkrankheit, die zur Ausbildung von Zystennieren führt. Bevor sie im März 2012 durch die Lebendspende ihrer Schwester eine neue Niere erhielt, war sie eineinhalb Jahre lang Dialysepatientin im KfH-Nierenzentrum Offenbach. Eine wichtige Voraussetzung für die Spende bestand in der eingehenden Überprüfung des Gesundheitszustandes der Spenderin. Heute geht die Fünfundvierzigjährige nur noch alle drei Monate zur Nachsorge zu ihrer behandelnden Ärztin, Prof. Dr. med. Kirsten de Groot. „Es ist wie ein neues Leben. Erst jetzt ist mir klar, wie schlecht es mir all die Jahre zuvor ging“, sagt Gabi N. Und Prof. Dr. de Groot ergänzt: „Dank der Organspendebereitschaft eines anderen Menschen konnte Frau N. mit einer neuen Niere geholfen werden.“ Sein Einverständnis zu einer Organspende nach dem eigenen Tod könne man am besten in einem Organspendeausweis dokumentieren, erklärt die Medizinerin. Organspendeausweise seien im KfH-Nierenzentrum Offenbach ebenso erhältlich wie in vielen anderen Gesundheitseinrichtungen und Apotheken.

Hintergrundinformationen:

Im KfH-Nierenzentrum Offenbach werden chronisch nierenkranke Patienten mit der Dialyse (Hämodialyse und Peritonealdialyse) behandelt. Auch Patienten, die selbständig zuhause dialysieren, werden vom Team des KfH-Nierenzentrums sowohl beim Heimdialysetraining als auch in den ärztlichen Sprechstunden betreut. Darüber hinaus werden in der nephrologischen Sprechstunde  die Diagnostik und Therapie chronischer Nierenerkrankungen sowie die Versorgung der Patienten vor und nach einer Nierentransplantation sichergestellt. Es besteht eine enge Zusammenarbeit mit dem Klinikum Offenbach sowie mit dem MVZ KfH-Gesundheitszentrum Offenbach.

Das gemeinnützige KfH Kuratorium für Dialyse und Nierentransplantation e.V. ist Träger des KfH-Nierenzentrums Offenbach und war 1969 Wegbereiter und Schrittmacher für eine flächendeckende Dialyseversorgung in Deutschland. Seitdem setzt sich das KfH für eine nachhaltige Verbesserung der medizinischen Versorgung von chronisch nierenkranken Patienten ein. Bundesweit gibt es mehr als 200 KfH-Behandlungseinrichtungen, 28 davon in Hessen.

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