06.09.2016 | Neu-Isenburg/Kitzingen

Seit 25 Jahren: KfH-Nierenzentrum Kitzingen „Patientengeschichten, die anderen Mut machen, gibt es immer wieder bei uns“

Vor 20 Jahren versagten bei dem heute 79-jährigen Alfred Reitmeier die Nieren. „Kein Grund aufzugeben“, sagt sich der lebensfrohe Senior, der seit nunmehr vier Jahren im KfH-Nierenzentrum Kitzingen behandelt wird. „Herr Reitmeier ist ein gutes Beispiel dafür, wie man trotz chronischer Nierenerkrankung über 20 Jahre seinen Interessen und Hobbys mit geringen Einschränkungen nachgehen kann und seine Lebenslust dabei erhält“, sagt sein behandelnder Arzt Dr. med. Haiko Ehrich.

Bereits im Jahr 1955 wurden bei dem damals 18-jährigen Alfred Reitmeier bei der Musterungsuntersuchung Auffälligkeiten im Urin festgestellt: Symptome einer Nierenerkrankung, die ihren chronischen Verlauf nehmen sollte. Durch einen anhaltenden, unmerklichen Entzündungsprozess ging die Nierenfunktion bei Reitmeier sukzessive verloren.

Dreißig Jahre später, Mitte der 1990er Jahre, wurde eine Nierenersatztherapie für den damals 57-Jährigen unumgänglich und Reitmeier wurde mit der Peritonealdialyse behandelt. Parallel dazu wurde er auf seinen Wunsch und dank der guten gesundheitlichen Voraussetzungen auf der Warteliste für eine postmortale Organspende bei Eurotransplant gemeldet. Nach vier Jahren Wartezeit konnte ihm die Niere eines verstorbenen Menschen in der Uniklinik Würzburg erfolgreich transplantiert werden. „Damit hatte ich für lange Zeit meine Unabhängigkeit wieder zurückbekommen“, erinnert sich Reitmeier. Nur gelegentliche Blutkontrollen und die regelmäßigen Einnahmen von Medikamenten, die die körpereigenen Abstoßungsreaktionen unterdrücken sollen, waren täglich unumgänglich. „Aber freier in der Lebensgestaltung war ich schon“, schmunzelt er rückblickend. Die gespendete Niere hielt dreizehn Jahre, dann versagte sie. Mit 75 Jahren nahm Reitmeier somit wieder die Dialysebehandlung auf und wird seither mit der Hämodialyse dreimal wöchentlich von dem spezialisierten Team im KfH Nierenzentrum Kitzingen wohnortnah betreut. „Herr Reitmeier steht exemplarisch für Patientengeschichten, die es seit 25 Jahren immer wieder bei uns gibt - und anderen Betroffenen Mut machen können“, sagt sein behandelnder Arzt Dr. med. Haiko Ehrich.

 

25 Jahren KfH-Nierenzentrum Kitzingen

Im August 1991 nahm das KfH-Nierenzentrum Kitzingen mit damals 20 Dialyseplätzen seinen Betrieb auf. Um dem wachsenden Bedarf an Dialyseplätzen gerecht zu werden, erfolgte 2004 eine Erweiterung um 2 Behandlungsplätze. Derzeit werden im KfH-Nierenzentrum Kitzingen 47 Dialysepatienten behandelt.

Im Mittelpunkt der Behandlung steht die Verbesserung der Lebensqualität der Patienten aus Kitzingen und Umgebung. Dazu gehört die Therapie (Dialyse und nephrologische Sprechstunde) nach aktuellen medizinischen, technischen und qualitätsgesicherten Standards. Um die Patienten rund um die Uhr versorgt zu wissen, arbeitet das KfH-Nierenzentrum eng mit der Klinik Kitzinger Land,  dem Bereich Nephrologie der Universitätsklinik Würzburg sowie der Praxis von Dr. med. Kurt Bausewein zusammen. Die ärztliche Leitung des KfH-Nierenzentrums Kitzingen liegt in den Händen von Dr. med. Kurt Bausewein und  Dr. med. Haiko Ehrich, beide Internisten mit  Schwerpunkt Nephrologie.

Hintergrundinformation:

Das gemeinnützige KfH Kuratorium für Dialyse und Nierentransplantation e.V. – Träger des KfH-Nierenzentrums – steht für eine qualitativ hochwertige und integrative nephrologische Versorgung nierenkranker Patienten. Es wurde im Jahr 1969 gegründet und ist damit zugleich der älteste und größte Dialyseanbieter in Deutschland. In über 200 KfH-Zentren werden rund 18.700 Dialysepatienten sowie aktuell über 60.000 Sprechstundenpatienten umfassend behandelt.

Bildunterschrift:

„Solche Patientengeschichten, die anderen Mut machen können, gibt es seit 25 Jahren immer wieder bei uns“, berichtet KfH-Nierenspezialist Dr. med. Haiko Ehrich (Foto: Erster v. l.). Grund genug für das KfH-Team anlässlich des Zentrumsjubiläums dem 79-jährigen Alfred Reitmeier sowie allen Patienten seine Wertschätzung entgegenzubringen.

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